30.8.08 Schaafheim

Bei bestem Wetter trafen sich 4 Kartbauer (Achim mit Sohn, Waage-Thommy, Manne und Steps mit Sohn) am Freitag Abend im Fahrerlager der Outdoor-Kartbahn Schaafheim.

Der Abend wurde gemütlich mit Grillen und Plaudern verbracht.
Am nächsten Morgen lud ich das Rollerkart und das Wankelkart ab, kontrollierte den Luftdruck und betankte beide Karts.
Es wurden 2 Tickets gelöst und ab 10 Uhr konnte das Fahren beginnen. Das Rollerkart war mit der “Indoor”-Übersetzung und daraus resultierender max. ca. 75 km/h Topspeed, etwas zu kurz übersetzt, machte aber aus den engen Ecken heraus viel Spass in dieser Konfiguration....;-)

Tims Wankelkart (Bild links) machte ganz am Anfang ein paar Probleme, die wieder vom (billigen) Pocketbike Vergaser her rührten.
Rückstände behinderten die Benzinzufuhr und dieses Problem trat natürlich nur sporadisch auf.
Auch Dominiks (Achims Sohn) Kart wurde von ähnlichen Problemen geplagt...
Nachdem ich beide Jungs einige Male mit dem Rollerkart zurück Richtung Fahrerlager von der Piste geschoben hatte, ging ich dem Problem durch Zerlegen und Durchblasen des Vergasers mit Pressluft an den Kragen.

Danach war zumindest das Wankelkart absolut zuverlässig unterwegs und Tim konnte mal langsam anfangen, dessen Potential so richtig auszuloten.

Das Wankelkart ist für dessen ca. 10 PS ein wenig zu lang übersetzt für Schaafheim, war unter dem Strich aber um Einiges flotter unterwegs, als früher mit dem Honda GX 200 Motor. Tim wurde nach und nach richtig warm mit der neuen Motorisierung und bekam das Kart mehr und mehr in den Griff. Zuletzt war da nicht mehr viel Unterschied zu spüren, wenn ich mit dem Rollerkart (auch nur 14 PS) an den schnelleren Stellen hinterher fuhr.
Nachdem das Vergaserproblem anscheinend dauerhaft gelöst wurde, traten keinerlei Defekte oder weitere Problembereiche mehr zu Tage. Prima.
Nach einem recht langen Stint bei ca. 30 C° darf man auch ein Wenig erschöpft gucken...;-)...(Bild rechts)

Im Laufe des Tages wurde es ein wenig voller auf der Piste. Meine Kartfreunde konnten aber alle genug Fahren und Waage-Thommy hatte wieder seine Onboardkamera mit 2 Objektiven (vorne + hinten) montiert. Als ich ihn einmal neben mir sah und er mir dies andeutete, begann ein gut eingespieltes Fahren mit wechselseitigem Überholen (Thommy fuhr natürlich dabei nur eine mir angepasste Speed).

Manne hatte auch sein 4-Zylinder Kart dabei und versuchte die Bahn damit mal am späten Nachmittag zu befahren. Das Ganze wurde aber bald von der Streckenaufsicht via roter Flagge beendet, da das Kart doch recht laut unterwegs war.
In Schaafheim gelten sehr restriktive Lärmvorschriften, welche auch penibel überwacht werden.
An diesem Nachmittag wurden noch 5 weitere Karts anderer Nutzer von der Bahn geholt, da diese laut Phonmessung immer noch zu laut waren.
Als Bahnbetreiber ist es sehr schwer, die Beschwerden der z.B. im nächsten Ort lebenden “Anwohner” zu vermeiden ... davon können viele Betreiber von Kartbahnen und Rennstrecken ein Lied singen, leider.
Dies ist zwar kein reines deutsches Phänomen, in Italien oder Frankreich z.B. würde man wohl eher die Fenster der Wohnungen öffnen, um mehr vom Sound mit zu bekommen, aber es ist in Deutschlang wohl besonders schlimm ausgeprägt, sich an Allem und Jedem zu stören.
Manne hatte aber sein Yamaha-Kart auch mit dabei und konnte dann damit noch genügend Fahren.

Achim testete auch mal mein Rollerkart und sagte dazu: “Macht richtig Spass ... wenn das mir wäre, ich würde ständig fahren damit heute.”
Später testete er auch noch Waage-Thommys KTM-Kart und war von dessen Power beeindruckt.
Achims nächstes Kart wird sich wohl in ähnliche Richtung bewegen.

Nach einem schönen Fahrtag zusammen mit den anderen recht netten Kartfahrern vor Ort, schauten am Abend noch Paul und Tobi bei uns vorbei. Es wurde zusammen gegrillt und gegessen und dabei natürlich auch ein wenig “Benzin geredet”.
Der Abend klang sehr spät bei netten Gesprächen aus und es wurde anschliessend eine ruhige Nacht verbracht.

Der nächste Tag weckte uns wieder mit strahlendem Sonnenschein. Ich wollte aber die mögliche Fahrzeit (10 bis 13 Uhr) nicht mehr nutzen, Tim ging es ebenso und deshalb kauften wir kein neues Ticket und luden statt dessen lieber ganz gemütlich Alles schon mal wieder auf.
Das Problem an Dominiks Kart (Spritzufuhr) hatten wir mittels gemeinsamer Erfahrung / Ideen schon am Vortag dauerhaft gelöst und so konnte er nochmals länger am Stück fahren. Dann ging aber leider die Fliehkraftkupplung kaputt und so war auch hier Schluss.

Es folgen noch 2 Bilder am Schluss von Tim im 10 PS Wankelkart und mir im 14 PS Rollerkart.
Man sieht sich evtl. bald am Westerwaldring zum Treffen am 13./14.9.2008 wieder.
Das Wochenende im kleinen Kreis unter Kartfreunden war wieder, wie gewohnt, sehr schön.

Liebe Grüße, Steps