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“Croix en Ternois” 12.8.2009
Wie schon in den beiden vergangenen Jahren, veranstalteten die belgischen Kartfreunde rund um Guy und Jo vom Kartclub “Den Bril” auch 2009 einen Fahrtag auf der nordfranzösischen Rennstrecke
Circuit de Croix-en-Ternois.
Vorab, es war wieder ein sehr schöner und auch verletzungsfreier Fahrtag in der bekannt herzlichen Atmosphäre, die zusammen mit diesen Kartfreunden nun schon sprichwörtlich ist.

Am 11.8. erfolgte zusammen mit Robert, der auf seiner sehr langen Anreise von Berlin bei mir wieder seinen Zwischenstop von Montag auf Dienstag einlegte, die Anreise über 554 km. Wir trafen gegen ca. 16:30 vor Ort ein und da Robert vorausgefahren war, hatte er schon ein nettes Plätzchen reserviert. Nur kurz Strom angeschlossen und dann die bereits Anwesenden herzlich begrüsst. Da genug Zeit vorhanden war, wurden auch schon alle Karts ausgeladen und fahrbereit betankt. Danach lies man den Abend bei Benzingesprächen und einem schmackhaften von den Veranstaltern ausgerichteten BBQ und dem einen oder anderen Bier usw. (...;-)...) ausklingen.

Am nächsten Morgen konnte es dann bei trockenem Wetter nach einer kurzen Ansprache von Guy betr. Sicherheit und Rücksichtnahme auf der Piste auch gleich mit dem Fahren los gehen.
Ich hatte mein bekanntes “P34-Kart” und das neue “SXV-Kart” dabei, für meinen Sohn Tim zusätzlich noch das “Rollerkart”.
Zuerst fuhr ich mit dem P34-Kart, später dann immer mal im Wechsel auch mit dem SXV-Kart. Beide Karts machen riesigen Spass auf dieser ca. 2 km langen Strecke und bis zum Ende des Tages zeigte sich, dass das SXV-Kart auf dieser Strecke die Nase ein wenig vorne hat gegenüber dem schwereren und daher auch schlechter bremsenden P34-Kart.
Ich habe unten ein paar Screenshots relevanter Daten meines GPS-Datarecording (leider nur vom P34-Kart) eingefügt und wer die kpl. Datenaufzeichnung selbst auswerten möchte, kann
HIER die dazu gehörende .dbn-Datei herunter laden und die frei zugänglichen Auswertungssoftware HIER.

Im Bild oben sieht man den Vergleich von 2 schnellen Runden (blaue und rote Linien). Die gezackte blaue Linie in der Mitte zeigt die G-Werte an und die diagonal verlaufenden beiden Linien den zurückgelegten Weg und die dazu nötige Zeit.

Im Bild links sieht man die Rundenzeiten meines ersten Stints und die jeweils erreichte Topspeed. Das obere Bild zeigt den Bremspunkt auf der ca. 570 Meter langen Start/Ziel Geraden beim P34-Kart...sehr früh wie man unschwer erkennen kann. Verblüffend ist dabei, dass beginnend von der 180° Kurve am Beginn der Geraden aus ca. 52 km/h herausbeschleunigt wird und am ca. 320 Meter danach kommenden Bremspunkt schon ca. 200 km/h anstehen.
Diese werden dann in den folgenden ca. 250 Metern wieder auf rund 55 km/h abgebaut um die nächste 180° Kurve am Ende der Geraden zu durchfahren.

An allen 3 Karts funktionierte Alles (bis auf einen lockeren Kabelschuh an einer Zündspule beim SXV-Kart) tadellos und absolut zuverlässig. Das Problem mit der Motorgehäuseentlüftung trat nach meiner erneuten Änderung nun nicht mehr auf....prima. Besonders das SXV-Kart zeigte sich für diese Strecke als geradezu prädestiniert. Leider habe ich dazu keine Datenaufzeichnungen. Aber da Robert das Kart einmal testweise gefahren hat und ich dabei im P34-Kart direkt hinterhergefahren bin, weiß ich, dass dessen Potential zumindest auf dieser Rennstrecke über der des P34-Karts liegt. Um überhaupt am noch vorsichtig fahrenden Robert dran bleiben zu können, musste ich mit dem P34-Kart schon voll fahren. Es sind daher für das SXV-Kart auch in Etwa die Werte des P34-Karts oben in den Bildern anzusetzen ... nur die Bremspunkte liegen beim SXV-Kart dank ca. 75 kg weniger Gewicht und modernen Wavebremsen doch erheblich später und die Rundenzeiten daher auch vermutlich noch um Einiges tiefer. Zur Abrundung folgen nun unten noch ein paar Fotos.
Diese werde ich ggf. um weitere Bilder und /oder Videos ergänzen, sollte ich noch schöne Fotos/Videos von Anderen dazu bekommen.

Oben: Guy`s “new Toy” ... ;-).

Alle schönen Erlebnisse einzeln aufzuzählen würde den Rahmen hier bei Weitem sprengen.

Gefreut hat mich das Wiedersehen mit Claus Ibsen, der auch gleich wieder voller neuer Ideen und mit dem gewohnten Tatendrang schöne zukünftige Pläne mit uns besprach.

Mit Günter Gillengerten zusammen erstellten wir “ambulant” ein geändertes Mapping für die Benzineinspritzung an seinem Honda 600 4-Zylinderkart.

Die gemeinsame Runde am Abend der auch von Mittwoch auf Donnerstag im Fahrerlager übernachtenden Leute war ebenfalls sehr lustig und schön.

Neben den Leuten vom belgischen Kartclub,  waren viele schon lange bekannte “Gesichter” anwesend.
Harry, Hanno, Jörg, Joachim, Jochen, Ottmar, Udo, Achim, Robert, Günter, Timo, Manni, Marc und das Team Rudi Rott, um nur Einige zu nennen.
Inzwischen ist das eine sehr eng zusammengewachsene, nette und warme Truppe von gleichgesinnten Kartsportlern geworden, in der sich Alle sehr wohl fühlen.

Es gab keinerlei Verletzungen oder sonstige ernste Zwischenfälle.
Es konnte sehr viel gefahren werden, da die Strecke den ganzen Tag ausschliesslich uns zu Verfügung stand.
Es ging lediglich bei manchen Karts einiges an Material defekt ... teils manchmal technisch verwunderliche Dinge.
Alle verhielten sich immer sehr fair auf der Piste und das Event war von grosser gegenseitiger Hilfsbereitschaft und einer warmen freundschaftlichen Grundstimmung geprägt.
Es waren viel Leute dabei, die diese Veranstaltung das erste Mal besucht hatten und aus deren Mund hörte ich ebenfalls nur positive Begeisterung.
Das beflügelt die Veranstalter evtl. 2010 dann eine 2-Tages Veranstaltung daraus zu machen, bei der teils sehr weiten Anfahrt der Teilnehmer eine gute Idee finde ich.

 

Die Heimfahrt verlief ebenfalls bei uns problemlos, aber kpl. im Regen.
Da hatten wir 2009 betr. Wetterglück wohl eine gelungene Punktlandung.

Oben:  My Toys ... ;-).

 Danke Jo, danke Guy und danke dem Rest vom Kartclub “Den Bril” für den schönen Tag.