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13.06.2008
Heute wurde ein älteres DINO-Kartchassis (vermutlich ein Modell 595 GP, Bauzeit von 1994 - 1996, danke Gernot + Gottfried für die Infos dazu) günstig gekauft und abgeholt. Dazu unten ein paar Bilder.
Die Achsschenkelaufhängung vorne finde ich interessant und gut ausbaufähig.
Das Kart bekommt wohl wie gewohnt rundum eine Motorrad Bremsanlage montiert und das Chassis dient in seiner aktuellen Form “nur” als Basis für den Umbau.
Hinterachse = 40 mm, Gewicht wie abgebildet exakt 46 kg.


Eine grobe Skizze der angedachten Anordnung des Motors später im Chassis:

Die Skizze hier ist noch ohne Bodywork, Tank, Pedale, Kettenschutz, Auffahrschutzbügel, Schalthebel, usw., usw. gezeichnet.


Ein Ausdruck der Leistungsmessung einer SXV 550, aufgestöbert im SXV-Forum...
Das zeigt, was mit den “richtigen” Komponenten (Auspuff, Mapping,usw.) wohl möglich ist...;-)


17.06.2008
Heute wurde ein Kettenrad angefertigt. Dazu wurde ein Mädler Rohling in 5/8x3/8 (530) auf die Abmessungen der SXV 550 (520) gebracht. Dazu wurde die Breite verringert, Abmessungen siehe Tabelle.

Die für mich vernünftigste Lösung besteht in der Verwendung der Orginalabmessung 520, da alle Änderungen betr. Ritzel (z.B. auf 428 o.Ä.) weit grössere Probleme nach sich ziehen würden.
Wie man unschwer der Tabelle oben entnehmen kann, unterscheidet sich die von mir in den letzten Jahren verwendete Abmessung 530 (Monsterkart, P34-Kart) “nur” in der Zahn/Kettenbreite.
Das 19 Zähne Kettenrad (der Abmessung 530) ist daher sehr leicht auf das Mass 6,35mm (520) abdrehbar. (... denn Kettenräder mit Tapersystem in Abmessung 520 (5/8x1/4) gibt es leider nicht bei der Fa. Mädler).

Die Übersetzung ist damit 16 zu 19 Zähne, 5. Gang = 1:1 und Primär = 1:2,54.
Das sollte so für knapp 180 km/h Topspeed reichen.
Diagramm dazu hier:

Damit ist wieder ein kleiner aber wichtiger Schritt vorwärts getan...;-)


14.11.2008
Es gab eine lange Pause ... das war aber auch so geplant, da erst ab Ende 2008 mit dem Bau des Karts begonnen werden soll / sollte.
Gestern habe ich nun aber doch schon mal den Motor ins Chassis gelegt um erste Überlegungen anzustellen, wo und wie er eingebaut werden soll. Dazu hier ein paar Bilder:


24.11.2008
Inzwischen wurde die Hinterachse mit dem Kettenrad und der Bremsscheibe bestückt und auch die Kette (RK 520 XSO) passend ab gelängt um die endgültige Einbaulage des Motors festlegen zu können. Der nächste Schritt ist das Anfertigen der Motorhalterungen. Dazu hier ein paar (nicht massstabsgerechte) Skizzen:

Die Skizzen zeigen links den hinteren oberen Halter. Dieser stellt die Verbindung zwischen Hinterachslager-Aufnahme rechts und oberer hinterer Aufnahme am Motor dar.

Rechts ist der vordere Halter zu sehen.

Dieser wird die Verbindung mit dem im 3. Bild links zu sehenden und am Chassis verschweissten Teil, als eine verstellbare Verbindung (mittels verschieden dicker Spacer, 2. Bild links) der vorderen Aufnahme am Motor mit dem Chassis ergeben.

Das Teilstück des Rohres im 2. Bild rechts führt von der Chassismitte (Punkt etwa ab der rechten vorderen Sitzkante) dann zur oberen, mittigen Aufnahme des Motors und von dort wieder nach unten zum hinteren Chassisrohr.

Daran wird auch später die obere rechte Sitzbefestigung angeschweisst.

Die Teile haben an einigen Befestigungspunkten Langlöcher.
In Verbindung mit dem hinteren unteren Aufnahmepunkt des Motors, der später als Drehpunkt dient, kann man den Motor mittels der Langlöcher und Wegnehmen (oder Hinzufügen) von Einlagen am vorderen Halter, nach Bedarf geringfügig schwenken und so die Kettenspannung nachstellen.

Dies dürfte in diesem Fall leider nötig sein, da die Kettenabmessung 520 XSO nicht die von den 530 XW-Ring Ketten gewohnten Festigkeitswerte besitzt.
In Verbindung mit der sehr kurzen Kettenlänge dürfte der Verschleiss wesentlich grösser sein, als vom P34-Kart
(mit 530 XW-Ring Kette) bisher gewohnt.

Hier die sinnbildliche Übersichtsskizze:

Bald mehr an dieser Stelle...


17.01.2009
Mittlerweile sind alle Motorhalterungen fertig und der Motor ist eingebaut.
Abweichend von meinem ursprünglichen Vorhaben, den Motor verstellbar einzubauen, habe ich dies verworfen und den Motor in von mir bekannter Weise starr eingebaut.
Hauptgrund: Die recht kompakte Kette wird sich nicht so stark längen, dass ein Nachstellen erforderlich ist. Wenn der Kettendurchhang zu gross werden sollte, dürfte die Kette schon lange kpl. verschlissen sein. (Erwartete Lebensdauer der Kette ist ca. eine Saison)
Sollte eine Verstellung doch nötig sein / werden, können der hintere obere und der vordere Halter sehr schnell diesbezüglich abgeändert werden.
Es folgen ein paar aktuelle Bilder:

Die Antriebskräfte werden über die hintere obere Halterung sehr gut gegen die Hinterachslagerung abgefangen.
Die Befestigung im Motor ist mit Aluminiumbuchsen bestückt.

Das Bild Mitte links zeigt den vorderen Motorhalter. Dieser ist unten in Kunststoffbuchsen gelagert.

Die hintere obere und die vordere Motorhalterung sind kpl. demontierbar.

Im letzten Bild sieht man die Einbaulage der kpl. Konstruktion.

Links das aktualisierte Übersetzungsdiagramm.

17 zu 19 Zähne / roter Bereich ab 11000 rpm.

Quasi knapp 200 km/h mit “angelegten Ohren”....


13.02.2009
Mir fehlte in den letzten Wochen ein wenig die Motivation am Weiterbauen ... immer nur Minusgrade in der Werkstatt...:-(....die Lust am Kartbau ist nun aber wieder steigend vorhanden ... ;-)
Hier mal meine Übersetzung für die Kurzbahn.
Auf Anraten meines Kartbaukollegen Rudi tendiere ich nun doch zu 2 verschiedenen Übersetzungsvarianten.
Diese Entscheidung wurde mir auch relativ leicht gemacht, da die Langbahn-Übersetzung = 17 zu 19 Z. / Kette 36 Glieder lang, bei absolut unveränderter Motoreinbaulage in die Kurzbahn-Variante = 16 zu 27 Z. / Kette 38 Glieder lang, abgeändert werden kann. Der Clou wäre ein Doppelkettenrad auf der Hinterachse samt “schwebend” aufgehängter längerer 2.-Kette ... ich mag es eben gar nicht, nach Fertigstellung eines Karts viel daran schrauben zu müssen ... da möchte ich nur fahren.
Alternativ wird eben eine kpl. Ersatzachse fertig gemacht, so dass mittels Achsaustausch (vorher zu Hause) auf die jeweiligen Bahnbedingungen (Kurz oder Langbahn) übersetzt werden kann.
Hier das Kurzbahndiagramm:


21.02.2009
Die 2. Hinterachse ist nun für die Kurzbahn abgestimmt (Daten siehe oben). Es wurden 2 neue Spezialhinterachsen 40 x 5 mm von Reiner Schmidt (
www.rs-kartteile.de) gekauft. Zukünftig wird je nach Einsatzzweck vorher die dafür optimiert übersetzte Achse eingebaut.

Man sieht den Unterschied zu einer 40 mm Standardachse ... rechts im Bild die neue Wavescheibe.

Der Motor ist starr eingebaut, trotzdem sind 2 verschiedene Übersetzungsvarianten möglich.

Das Bild zeigt die Kurzbahn Variante
mit 16 zu 27 Zähnen.
Es wird eine Kette mit 38 Gliedern verwendet.

Beim Überfahren mit der Maus sieht man die Langbahn Variante mit 17 zu 19 Zähnen.
Bei der Langbahnvariante kommt eine Kette mit 36 Gliedern zum Einsatz.

Damit passt Beides bei kpl. unveränderter Motoreinbaulage perfekt.


28.02.2009
Die Adapter für die vorderen Wave-Bremsscheiben (D 190mm) sind fertig und montiert. Bilder dazu hier:


6.03.2009
Der Adapter für den linken vorderen Bremssattel ist fertig und montiert. Bilder dazu hier:

Im ersten Bild ist der noch nicht umgearbeitete Achsschenkel und die Adapterplatte für den Bremssattel zu sehen. Die Bilder zeigen den Sattel noch mit alten Belägen zum Zwecke der Anpassung. Die Sättel müssen wegen der Lage ihren Befestigungsbohrungen leider seitenvertauscht montiert  und deshalb zum Entlüften demontiert und nach oben gedreht werden. Dies stellt aber grosses kein Problem dar, da dies normalerweise ja nur alle
1 bis 2 Jahre nötig ist.


15.03.2009
Die Befestigung für den hinteren Tokico Radialbremssattel (Kawasaki ZX10R mit 4 getrennten Belägen) ist fertig und der Bremssattel ist
montiert.

               Ein Bilder dazu hier:


28.03.2009
Die beiden Hauptbremszylinder wurden montiert und da die Hebel in meinem Anwendungsfall um 90° falsch versetzt sind, wurde eine Umlenkung konstruiert und eingebaut. Der Auspuff ist nun ebenfalls zu ca. 90 % fertiggestellt. Bilder dazu hier:

Die Krümmer waren serienmässig nicht optimal verschweisst (grosser Wulst behindert die Strömung), dies wurde behoben:

Die Krümmer waren serienmässig auch nicht annähernd auf gleicher Länge, dies wurde ebenfalls behoben.
Nun haben beide Krümmer eine Länge von 600 mm.
Mein Dank geht hier an Ulli Sieker, für die Lieferung des Rohrmaterials, aus dem ich mir dann diesen Auspuff heute bauen konnte. Der Schalldämpfer stammt von einer Yamaha R1 Bj. 1999 und hat sich ähnlich schon im P34-Kart gut bewährt. (Leise und guter Durchsatz)

Hätte man eine Rohrbiegemaschine wie Ulli ...
Es wäre ein Traum...

So aber wird eben nur mit dem Vorhandenen (Eisensäge, Trennschleifer, Feile und Schutzgas-Schweißgerät) gearbeitet ... geht auch ganz gut, denke ich.

Vor Allem, wenn man vorher 3 St. 180° Bögen (D 35 mm) von Ulli gebogen bekommen hat.


8.04.2009
Inzwischen wurde nach sehr langem hin und her endgültig die einigermassen optisch ansprechende Lage von Öltank und den beiden Kühlern gefunden und die Halterungen zu deren Befestigung gebaut. Ebenso haben die beiden Zündspulen ihren Platz gefunden. (Alle Teile wurden in Gummi gelagert befestigt.)
Da das Schaltschema bei simpler Gestänge Auslegung verkehrt gewesen wäre, wurde eine Umlenkung konstruiert (kugelgelagert). Ziehen am Schalthebel = Hochschalten ... alles Andere ist Unsinn. Der Sitz wurde ebenfalls montiert. Als Nächstes folgt nun die Verkabelung der Zünd und Einspritzanlage, die Intankmontage der Benzinpumpe samt Druckregler und aller Benzinleitungen, die Montage der Einspritzanlage und die Verlegung aller Bremsleitungen. Einige Bilder dazu hier:


19.04.2009
Es ging inzwischen in vielen Bereichen in kleineren Schritten weiter. Die Bilder zeigen den aktuellen Stand:

Der “Umkippsensor” wurde zerlegt und mittels Kleber fixiert.
Rechts im Bild ist zu sehen, dass die ganze Anordnung noch
recht niedrig baut. Daher möchte ich KEINE Airbox verbauen.


8.05.2009
Inzwischen steht die Elektrik zu 90% und das Mapping des ECU konnte auch schon geändert werden. Da dieser Bereich einiges an Wissen voraus setzt und auch eine gewisse Mühe bzw. Schwierigkeiten verursacht, gebe ich hier mein “Know-How” dazu verständlicherweise nicht kpl. preis. (Man sieht in den Bildern genug...)
Sobald nun die bestellten Schlauchschellen geliefert werden, kann ich endlich auch die ganzen Schläuche der Trockensumpf-Schmierung, der Wasserkühlung und der diversen Entlüftungen befestigen.
Dann kommt der grosse Moment, an dem der Motor das erste mal im Kart gestartet werden soll ... drückt dafür die Daumen, dass auch Alles funktioniert / glatt läuft.
Hier ein paar Bilder dazu:


14.05.2009...9:30 Uhr
Der Motor des SXV-Karts hat heute um 9:30 Uhr seinen ersten Testlauf hinter sich gebracht. Nachdem ein defekter Stecker an der Zündung repariert war, sprang der Motor auch sofort an, Öldruck vorhanden, alle Anschlüsse dicht und die Gasannahme mit dem geänderten Mapping schon mal für eine zukünftige erste Testfahrt gut genug. Prima :-).
Das Video unten zeigt den Testlauf nachdem der Stecker repariert war:


21.05.2009
Das SXV-Karts hat heute um 15:30 Uhr seine erste kurze PROBEFAHRT gemacht. Alles funktionierte gut. Hier ein paar Bilder, die den momentanen Testaufbau betr. Bodykit usw. zeigen. Nächsten Winter wird spätestens auch die Optik noch verbessert, für erste Tests ist das aber so gut genug.
Das Video zum Schluss zeigt die sehr kurze Probefahrt. (Bis Tim die Kamera scharf hatte, war ich schon vom Carport zur ersten Kurve gefahren...;-)...)
Das Gefummel bei meinem  Stop im Video war wegen der Bremsbalance, die ich weiter Richtung vorne verstellen musste. Da die Reifen kalt waren, überall Autos und Mauern waren und ich um die Geräusche besser beurteilen zu können, auch ohne Helm fuhr, ist das Ganze recht piano.
Liebe Grüße, bis bald an der Rennstrecke, Steps

Noch ein paar Fakten und Zahlen:

Gewicht fahrfertig mit halbvollem Tank = 131 kg

Gewichtsverteilung mit Fahrer:
Vorne / hinten = 40 zu 60%
Links / rechts = 45 zu 55%

Das ist nicht so ganz ideal, leider.
(Ich wollte aber mit dem Sitz nicht noch weiter nach links.)

Ab nun geht es weiter unter: >NUTZUNG< (Button links oben). Dort findet man immer aktuelle Berichte und Bilder / Videos vom Kart.